08.12.2018 G26-Übung im Gerätehaus Weitnau

Bereits zum 2. Mal durften wir Dr. med. Ronny Martin Frahm (Facharzt für Arbeitsmedizin) in unserem Gerätehaus zur G26.3-Untersuchung begrüßen, welche in regelmäßigen Abständen bei allen Atemschutzgeräteträgern durchgeführt werden muss. In einem straffen Zeitplan prüfte Ronny die 10 Feuerwehrmänner (6 der FFW Weitnau, 3 der FFW Hellengerst und 1 der FFW Kleinweiler) einzeln auf Herz und Nieren, da die körperliche Eignung zum Feuerwehreinsatz unter Atemschutz nicht automatisch jeder Feuerwehrmann/-frau besitzt.

 

Doch was heißt das eigentlich - Atemschutz? Grob gesagt geht es darum, dass diese Atemschutzgeräte unsere Feuerwehrleute im Einsatz schützen und verhindern, dass reizende oder giftige Stoffe in Augen, Atemwege und damit den Blutkreislauf geraten. Man kann sich das vorstellen wie bei einem Taucher: Gesichtsmaske und Pressluft-flaschen schützen uns und ermöglichen uns das Atmen im Feuerwehreinsatz. Doch genau hier liegt das Problem der Eignung: wie beim Tauchen auch, kann das nicht jeder tun. Ein Atemschutzgeräteträger muss vor allem eine gute Lungenfunktion haben. Er darf auf keinen Fall an Raum- oder Platzangst leiden und muss auch unter Stress stets wohlüberlegt und besonnen handeln. Diese Voraussetzungen sind not-wendig, wenn eine Person aus ehrenamtlichen oder beruflichen Gründen Tätigkeiten nur unter Verwendung von Atemschutzgeräten ausüben kann. Besonders an-strengend sind dann natürlichTätigkeiten, wie sie zum Beispiel in Feuerwehren oder im Katastrophenschutz anfallen. Die Atemschutzgeräteträger sind deshalb auch immer in Trupps unterwegs und niemals alleine - falls doch etwas nicht so läuft wie geplant.

 

Untersucht wird daher:

- die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit von Herz, Kreislauf und Atmung

- das Seh- und Hörvermögen

- die Laborwerte des Blutes

- Urinschnelltest und

- ist der zu Prüfende der Belastung beim Einsatz gewachsen

 

Wie man sieht, gab es für Dr. med. Ronny Martin Frahm so einiges zu tun. Dafür hat er alles Nötige mit zu uns gebracht: einen Ergometer für das Belastungs-EKG, Patientenliege, Blutabnahmeutensilien, Urinprobestreifen, PC und Drucker.... unser gemütliches "Stüble" wurde von ihm kurzerhand zum Untersuchungsraum umfunktioniert. Hier wurde stundenlang geschwitzt und getestet - doch zum Abschluss konnte er dem verantwortlichen Atemschutzgerätewart Uwe Fuchs für alle 6 geprüften Feuerwehrleute der FFW Weitnau die Bestätigung und Eignung zur Arbeit unter Atemschutz aushändigen. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Und Dir Ronny vielen Dank - und bis zum nächsten Mal!


21.04.2018 Prüfung Truppführer in Weitnau


14.04.2018 Übungsanlage Traunreuth

Dank eines großzügigen Geschenks des Frauenbunds an die Freiwillige Feuerwehr Weitnau (vielen vielen Dank nochmals dafür!), konnten wir am Samstagmorgen um 05.00 Uhr mit 8 Feuerwehrmännern die weite Reise nach Traunreut zur Brandsimulationsanlage antreten. Unser MZF wurde vollgepackt mit Ausrüstung zum Training unter Atemschutz, Verpflegung und natürlich Spielkarten zum Zeitvertreib.

 

Dort angekommen blieb uns jedoch keine Zeit fürs Sightseeing, stattdessen wurden wir vom Personal der Übungsanlage eingewiesen, wie unser Übungstag verläuft und ab ging´s zum Anlegen der etwa 30kg schweren Schutzausrüstung. Keine Zeit verlieren ist die Ansage, in der Realität schauen wir uns schließlich auch nicht die schöne Umgebung an. Während wir uns vorbereiteten, wurde die Übungsanlage auf etwa 200 - 250 Grad erhitzt und vorbereitet - Backofentemperatur war angesagt und wir freuten uns schon darauf, eine neue Übungsanlage nutzen zu dürfen.

 

Jeder Zweiertrupp durchlief unter Atemschutz und mit einem 30 Meter langen C-Wasserschlauch etwa 20 Minuten lang den Übungsparcours, beim dem wir in einer unbekannten völlig verrauchten "Wohnung" nach einer Person suchen (eine etwa 60kg schwere Puppe) und aus der Wohnung retten mussten. Außerdem suchten wir den Brandherd, welcher sich hinter einer heißen Tür befand - dies stellt man durch Abtasten der Tür fest - und öffneten die Türe vorsichtig und nur in Bodennähe, um einen Flash-Over (Entzündung der Brandgase) zu vermeiden. Eine Abkühlung des Raumes war notwendig, was durch 2 Wasserstöße in den Raum erreicht wurde. Dadurch verteilt sich der Wasserdampf im Raum und kühlt ihn ab. Das Ganze wird wiederholt und dann erst dürfen wir den Raum betreten. Der Raum hat durch den Brandherd und den Wasserdampf eine Temperatur von etwa 400 Grad. Trotzdem müssen wir direkt an den Brandherd nahe genug herankommen, um effizient ein Feuer zu löschen. Danach konnte eine Gasflasche, die sich ebenfalls in diesem Raum befand, noch geborgen werden, um sie aus dem Gefahrenbereich zu bringen und eine Explosion zu verhindern.

 

Nach diesem sehr anstrengenden Übungsparcours waren die Atemschutzflaschen leer und eine Pause zur Erholung  war genauso nötig wie eine Flasche Wasser. Nachdem alle Trupps den Übungsparcours durchlaufen hatten, stand noch die 15-minütige Wärmegewöhnungsübung an:

 

Ohne Atemschutz und nur mit unserer Schutzkleidung/Helm knieten alle Feuerwehrmänner in einem Brandraum, welcher im oberen Bereich auf etwa 800 Grad aufgeheizt wurde. Drei Flash-Over wurden ausgelöst und im Anschluss - auch wenn es bereits warm genug war - noch der Brandherd mit Wasser gelöscht. Die unangenehme Folge des dabei entstehenden Wasserdampfes ist die unerträgliche Hitze, die es auszuhalten galt. Dadurch befanden sich nach kurzer Zeit alle Feuerwehrmänner in der tiefsten Hocke, um sich nicht zu verbrühen. Für einige von uns war dieses Erlebnis sehr beeindruckend, da sie diese Hitze noch nie spüren konnten oder mussten.

 

Nach diesem für alle sehr anstrengenden und ermüdenden Vormittag war jeder froh über eine kühle Dusche und das anschließende Mittagessen. Die Heimfahrt verlief entsprechend ruhig und 8 müde Feuerwehrmänner kamen am späten Nachmittag wieder in der Heimat an. Danke an alle, die dieses herausragende Erlebnis für uns möglich machten.


Leistungsprüfung 05.05.2017

Drei Gruppen mit jeweils neun Feuerwehrmännern mussten sich im Bereich "Technische Hilfeleistung" den wachsamen Augen der drei Prüfer stellen. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wurde simuliert und dabei musste jede Gruppe nacheinander in einer vorgegebenen Zeit die Verkehrsabsicherung aufbauen, das verunglückte Fahrzeug sichern, die verletzte Person betreuen, einen Aufbau zur Brandabsicherung machen und mit dem Rettungssatz die verletzte Person befreien. Zusätzlich musste jeder Trupp vor der Hauptprüfung noch je ein Gerät der Technischen Hilfeleistung aufbauen, erklären und in Betrieb nehmen.

 

Jede Gruppe besteht aus Angriffstrupp, Schlauch- und Wassertrupp. Bei der 1. Gruppe waren diese Positionen fest vergeben, da diese die Prüfung zum ersten Mal ablegte. Alle anderen Gruppen wurde die jeweilige Einzelposition jedes Feuerwehrmannes zugelost.

 

Alle Aufgaben wurden von allen drei Gruppen innerhalb der jeweils geforderten Zeit unter der Leitung von Michael Schmid und Johannes Müller erfolgreich absolviert. Wir gratulieren daher allen zur bestandenen Leistungsprüfung! Michael Schmid und Markus Fritsch haben das Abzeichen übrigens bereits zum 6. Mal abgelegt und somit alle möglichen Prüfungen absolviert, für diese besondere Leistung einen extra Glückwunsch!

 

Nochmals einen großen Dank an alle mitwirkenden Kameraden - für den Einsatz im Ernstfall seid ihr bestens vorbereitet!


06.03.2017 Erste-Hilfe-Ausbildung


Modulare Truppführerausbildung 09.04.2016


Fahrertraining Oberstdorf 01.10.2016


Leistungsprüfung THL 30.04.2015


Rettungsseminar THL Fa. Weber 29.03.2014


Gelände-Fahrertraining 16.11.2010


Leistungsprüfung THL 09.10.2009


Leistungsprüfung Löschgruppe 30.05.2008